Passend zu unserer Idee der Tour bot sich kurz vor Gollin folgendes Bild.
Man könnte meinen die frischen Brotscheiben hat da jemand für uns deponiert, damit wir nicht verhungern.
Nach einem ausgiebigen Frühstück mit den Eiern, die wir am Vortag in Petersdorf gekauft hatten, liefen wir 9:30 in die Schorfheide.
Uns war klar, der Weg wird lang, kein Problem, aber wir wußten nicht, daß der Weg auf seinen 20 km bretthart sein würde und unsere Füße sowie Schienbeine schwer malträtieren würde.
Kilometerweit asphaltierte Waldautobahnen und ansonsten festgefahrene Schotterwege.

Erschwerend kam hinzu, daß es keinerlei Abwechslung im Wald gab, nur große Kiefern, an einem schnurgeraden, flachen Weg, von Heide nichts zu sehen, das ging auf die Psyche. Jetzt wissen wir, was Wanderdepression ist.

Nach dem doch sehr mühseligen Teilstück durch die Schorfheide wurden wir auf den folgenden 12 km für unsere Mühe belohnt. Weiter ging es auf herrlich weichen Waldwegen am Kanal entlang bis Marienwerder.

Auf dem Weg dahin sammelten wir noch 6 weitere Bierflaschen aus dem Unterholz.
Bepackt mit 8 Glasflaschen zusätzlichem Gewicht kamen wir gegen 19:30 in Marienwerder an,der Lebensmittel-Laden hatte natürlich schon geschlossen.
Nach kurzer Überlegung entschlossen wir uns kurzerhand in das einzig noch geöffnete Gasthaus, den Goldenen Anker zu gehen und dort zu fragen, ob man uns die Flaschen abnimmt.