Bisher hatten wir heute nur wohltuende Waldwege unter den Füßen. Ein Pfund Mittagspilze haben wir am Wegrand mitgenommen und gleich geputzt.
Jetzt, nach knapp 11 km gibt es erst einmal das zweite Frühstück.
6:20 wurden wir vom Ökolärm und der Sonne geweckt. Wir haben bestens geschlafen, uns war das erste mal seit Tagen nicht kalt in der Nacht, Zelt und Klamotten sind trocken…ein Traum.
Nach dem doch sehr mühseligen Teilstück durch die Schorfheide wurden wir auf den folgenden 12 km für unsere Mühe belohnt. Weiter ging es auf herrlich weichen Waldwegen am Kanal entlang bis Marienwerder.

Auf dem Weg dahin sammelten wir noch 6 weitere Bierflaschen aus dem Unterholz.
Bepackt mit 8 Glasflaschen zusätzlichem Gewicht kamen wir gegen 19:30 in Marienwerder an,der Lebensmittel-Laden hatte natürlich schon geschlossen.
Nach kurzer Überlegung entschlossen wir uns kurzerhand in das einzig noch geöffnete Gasthaus, den Goldenen Anker zu gehen und dort zu fragen, ob man uns die Flaschen abnimmt.
Nach einem ausgiebigen Frühstück mit den Eiern, die wir am Vortag in Petersdorf gekauft hatten, liefen wir 9:30 in die Schorfheide.
Uns war klar, der Weg wird lang, kein Problem, aber wir wußten nicht, daß der Weg auf seinen 20 km bretthart sein würde und unsere Füße sowie Schienbeine schwer malträtieren würde.
Kilometerweit asphaltierte Waldautobahnen und ansonsten festgefahrene Schotterwege.

Erschwerend kam hinzu, daß es keinerlei Abwechslung im Wald gab, nur große Kiefern, an einem schnurgeraden, flachen Weg, von Heide nichts zu sehen, das ging auf die Psyche. Jetzt wissen wir, was Wanderdepression ist.
